Gesellschaftspolitischer Vortrag im Rahmen einer Führung am Demokratietag der RS plus und FOS Birkenfeld

Führung durch das jüdische Hoppstädten und Führung über den jüdischen Friedhof in Hoppstädten

Schulinterne Veranstaltung im Rahmen des Demokratietags

Inhalt und Lernziele der Führung durch das jüdische Hoppstädten und über den jüdischen Friedhof.

 

Im Rahmen des Demokratietages (9. November 2016) an der Realschule plus und Fachoberschule Birkenfeld findet eine Führung durch das ehemals jüdische Hoppstädten und über den jüdischen Friedhof statt. Die Führung wird zusammen mit Frau Franziska Dreher, die als Respektcoach an der RS plus tätig ist, durchgeführt. Zielgruppe der Führung sind Schülerinnen und Schüler (SuS) der Klassenstufe 10.

Die Führung soll die SuS über die ehemalige jüdische Gemeinde und das Schicksal der emigrierten und ermordeten jüdischen Mitbürger/innen informieren. Zudem soll den SuS der jüdische Friedhof als Mahnmal und Ort der Erinnerung an die ehemalige jüdische Gemeinde dargestellt werden. Die Führung versteht sich auch als Beitrag zur Erinnerungskultur.

 

Seit 1670 sind in Hoppstädten Juden nachgewiesen und die jüdische Gemeinde gilt daher nicht nur als die älteste unserer Region, sondern war neben Sötern auch die größte im Fürstentum Birkenfeld. Bis zur verbrecherischen Nazi-Diktatur waren die jüdischen Mitbürger Teil der Dorfbevölkerung und des gesellschaftlichen Miteinanders. Aufgrund der Größe der jüdischen Gemeinde hatte im oldenburgischen Fürstentum Birkenfeld der Landesrabbiner seinen Sitz in der Hoppstädter Synagoge.

 

Ausgangspunkt der Führung ist das Kriegerdenkmal am Friedhof Hoppstädten, das zugleich auch Gedenkstätte für die in den NS-Vernichtungslagern ermordeten Hoppstädter Juden ist. Stationen der Führung sind die ehemaligen jüdischen Wohnhäuser, wo die Biografien der emigrierten und ermordeten Bewohner erläutert werden. Weitere Haltepunkte sind die ehemalige jüdische Schule und die Synagoge. Da die Führung am 9. November stattfindet, werden die Ereignisse der Pogromnacht 1938 mit den Misshandlungen und Verhaftungen ebenfalls thematisiert. Auch die in Hoppstädten bereits verlegten Stolpersteine werden in die Führung einbezogen.

Der außerhalb der Ortslage von Hoppstädten gelegene jüdische Friedhof ist der größte jüdische Friedhof und zugleich das bedeutendste jüdische Mahnmal des Landkreises Birkenfeld. Neben der Historie des Friedhofs will die Führung auch einen Einblick in das Judentum bzgl. Tod, Friedhof und Grabstätte eröffnen. Beim Gang über den Friedhof werden die Besonderheiten einzelner Gräber und die Spuren der mehrfachen Schändung erläutert.

 

Lernziele:

  • Die SuS erkennen das Kriegerdenkmal als gemeinsame Gedenkstätte für die Opfer von Krieg, Rassismus, Diktatur, Hass und Gewalt.
  • Die SuS nehmen die jüdischen Häuser, die ehemalige Schule und die Synagoge als stumme Zeugen der einstigen jüdischen Gemeinde wahr.
  • Die SUS nehmen Anteil am Schicksal der emigrierten und ermordeten ehemaligen jüdischen Mitbürger/innen Hoppstädtens.
  • Die SuS erkennen, dass der Holocaust auch in Hoppstädten und in unserer Heimat stattgefunden hat.
  • Die SuS erfahren, dass Fremdenfeindlichkeit, Hass und Gewalt tiefgreifende und zerstörerische Auswirkungen auf den einzelnen Menschen und die gesamte Gesellschaft haben.
  • Die SuS zeigen Interesse an der Historie des Friedhofs und den einzelnen Grabstätten.
  • Die SuS können die Bedeutung von Friedhof und Tod im Judentum verstehen und bewerten.
  • Den SuS soll die Bedeutung des jüdischen Friedhofs als Mahnmal bewusst werden.
  • Die SuS erkennen die Schändung des Friedhofs als Ausdruck des Antisemitismus während der NS-Zeit
  • Die SuS erkennen und verstehen die Führung als einen Beitrag zur Erinnerungskultur.


 
 
 








1 Tag, 09.11.2026
Montag, 09:30 - 12:30 Uhr
1 Termin(e)
Mo 09.11.2026 09:30 - 12:30 Uhr Hoppstädten
Hans-Jürgen München
BI-2026-112
Schulveranstaltung

Die RS plus & FOS BIR schickt die TN Liste zu.